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Eine Andacht
aus der Botschaft der 1. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖKR), 1948

An(ge)dacht

Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.


Matthäus 5,9

 

„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein

Wir wollen Gott bitten, uns miteinander zu lehren,

dass wir ein echtes Nein und ein echtes Ja sprechen.

 

Ein Nein zu allem,

was der Liebe Christi zuwider ist,

zu jedem System, zu jedem Programm,

zu jedem Menschen, der einen anderen Menschen behandelt,

als wäre er nicht Gottes Geschöpf,

sondern ein Stück Ware, das man ausnützen kann;

 

ein Nein zu denen,

die im Namen der Ordnung das Unrecht zum Recht machen,

zu denen, die die Saat des Krieges säen

oder zum Kriege drängen, weil er doch unvermeidbar ist.

 

Ein Ja aber zu allem,

was mit der Liebe Christi zusammenstimmt,

zu allen Menschen, die Recht aufrichten,

zu allen, die in der Welt einen echten Frieden schaffen möchten,

zu allen, die um des Menschen willen hoffen, kämpfen und leiden,

 

ein Ja zu allen denen,

die – selbst ohne es zu wissen – sich ausstrecken

nach einem neuen Himmel und einer neuen Erde,

in welcher Gerechtigkeit wohnt.

 

Amen“