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Aus der Geschichte

In der Stadt Moers herrschte die Vorstellung, die Jungen und die Alten aus Asberg müssten erst "catechisieret werden" - in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. So hatte sie eine Schule für die AsbergerInnen eingerichtet. Die Bevormundung ist lange vorbei. 1954 wurde die Gemeinde selbstständig, in knapp acht Monaten eine hübsche Kirche aus dem Boden gestampft und später teilte sich die Pfarrei auf in den West- und den Ostbezirk mit zweiter Pfarrstelle.

Das rasante Bevölkerungswachstum im Zuge von Bergbau und Stahlindustrie hat sich in den letzten Jahren abgebremst: Etwa 4400 Gemeindeglieder leben in dem Ort. Viele von ihnen müssen täglich weite Strecken zur Arbeit zurücklegen, seit Zechen und Hütten stillgelegt wurden.

Die Besonderheit der Gemeinde: Das Moerser Bibelkreuz, gewebt aus Seide und zerschnittenen Bibeln in zehn verschiedenen Sprachen. Dieses Kunstwerk findet weit über Moers hinaus rege Aufmerksamkeit. Daneben ist Zupacken das Motto von Asberg: Die Erlöse des Eine Welt-Ladens fließen in Projekte Venezuelas und Guatemalas. Flüchtlingsberatung, -qualifizierungen und auch Beratung für die, die rückkehren wollen gehört zur Arbeit im Flüchtlingsprojekt. Die MitarbeiterInnen betreuen Abschiebehäftlinge in Moers. Um die Gemeindeglieder diakonisch, etwa im Bereich der häuslichen Pflege unterstützen und versorgen zu können, ist Asberg Mitglied im Verband der Diakonie- und Sozialstationen Moers.
Für "die Kurzen" veranstaltet die Gemeinde Ökumenische Kinderbibeltage. Im Kinder- und Jugendtreff planen die Kids Freizeiten. Krabbel- und Familiengottesdienste erleichtern den Eltern, die sonntägliche Kirche zu besuchen. Und der Tauferinnerungsgottesdienst einmal im Jahr verhindert, dass das einmalige Ereignis mit großer Wirkung in Vergessenheit gerät.

50 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Moers-Asberg