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Konzeption der Evangelischen Kirchengemeinde Moers-Asberg

Die Gemeinde ist gegründet auf der Zuwendung Gottes in Jesus Christus.
Sie feiert Gottes Gegenwart und findet ihre Orientierung im Evangelium.
 

Einen anderen Grund kann niemand legen als den,
der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
1.
Kor 3,11

1. Gottesdienst

Gottesdienst ist Mittelpunkt des Lebens in der Gemeinde. Ausrichtung auf Gottes Wort soll Hilfe, Wegweisung für den Glauben und Kraftquelle für den Alltag sein.

Mt 18,20: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Als Christinnen und Christen unserer Gemeinde leben wir in der Hoffnung und von der Erfahrung, dass Gottes Wort uns Hilfe und Wegweisung für den Glauben und Kraftquelle für den Alltag ist.

Aus diesem Grunde soll der Gottesdienst der Kern der Gemeindearbeit sein. Dort soll verkündigungsorientiert und seelsorglich gepredigt werden, indem das Evangelium von Jesus Christus Mittelpunkt und Inhalt der Predigt ist und der Gottesdienstbesucher mit seinen Sorgen und Nöten angesprochen werden soll. Der Gottesdienst hat das Ziel, allen Menschen eine Heimat zu bieten, von den Kindern, den Jugendlichen über das „Mittelalter“ bis hin zu den alten Menschen.

Wir bemühen uns darum, dass nicht der Pfarrer den Gottesdienst „hält“, sondern die Gemeinde ihn „feiert“ durch gemeinsames Singen und Beten. Alle Menschen unserer Gemeinde sind eingeladen, ihre Fragen zu stellen und gemeinsam nach Antworten zu suchen. Darum soll die Auseinandersetzung mit der biblischen Botschaft fortgesetzt und intensiviert werden.

2. Leben in der Gemeinde

Unsere Gemeinde soll eine „Kirche im Dorf“ sein, in der sich die Gemeindeglieder zu Hause fühlen.

Röm 12,15.16a: Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Seid eines Sinnes untereinander.

Wir wünschen uns unsere Gemeinde wie eine „Kirche im Dorf“. Sie soll uns nahe sein, immer für uns erreichbar. Sie lädt uns ein, bietet uns Orte und Zeiten der Besinnung. Wir wollen uns in der Gemeinschaft geborgen fühlen, wie unter einem schützenden Dach, wohlfühlen wie zu Hause.

Darum erwarten wir in der Gemeinde Menschen, die zuhören können, die unsere Sorgen, Probleme, persönlichen Bedürfnisse ernst nehmen, bei denen man Antworten und Hilfen in Glaubensfragen findet und die uns so annehmen, wie wir sind. Wir wollen eine lebendige Gemeinde bilden, die für den Alltag Kraftquelle und Wegweiser ist und Orientierung bietet.

Voraussetzung und Grundlage der gesamten Gemeindearbeit soll das Evangelium sein.

3. Ausstrahlung der Gemeinde

Unsere Gemeinde soll durch ihr christliches Zeugnis in Wort und Tat missionarisch und diakonisch tätig sein.

Mt 5,14f: Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen sein. Man zündet ja auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind.

Gottes Freundlichkeit soll durch unsere Arbeit nicht nur nach innen für unsere Gemeindeglieder erkennbar werden, sondern soll auch ausstrahlen in die Welt. Aus diesem Grunde soll sich die Gemeinde in Zukunft verstärkt auf die ständig wachsenden sozialen Probleme in der Welt durch vielfältige diakonische Bemühungen einstellen.

Eng mit der Diakonie ist das missionarische Wirken unserer Gemeinde verbunden. In unserer Arbeit, die nach außen wirkt, soll die bedingungslose Zuwendung Gottes zu den Menschen deutlich werden.

Ausstrahlen“ wollen wir auch zu Menschen, die bereits zu unserer Gemeinde gehören, aber ein eher distanziertes Verhältnis zu ihr wahren. Es ist uns wichtig, dass auch diejenigen, die Dienste und Angebote unserer Gemeinde selten oder nie in Anspruch nehmen, ernstgenommen und gewürdigt werden. Wir wollen uns als eine Art „Innere Mission“ mit neuen oder erneuerten Angeboten um sie bemühen und zu bestehenden einladen.

4. Mitarbeit in der Gemeinde

Als lebendige Gemeinde tragen ihre Glieder Verantwortung in gegenseitiger Verbundenheit, Anteilnahme und Wertschätzung.

1.Petr 4,10: Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.

Jedes Gemeindeglied soll ein gleichberechtigter Partner innerhalb des Gemeindelebens sein und sich mit den Gaben, die er von Gott empfangen hat, in die Gemeindearbeit einbringen und Verantwortung übernehmen. Somit ist es ein Gebot der Nächstenliebe, achtsam miteinander umzugehen. Aus diesem Grunde müssen alle an Strukturen arbeiten, die es ihnen erleichtern, ihre Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zu sich selbst zu finden.

Beziehungen benötigen Kommunikation und Begegnung. Wir wollen deshalb darauf achten, dass wir die Menschen unserer Gemeinde zum Gespräch miteinander über die einzelnen Bereiche hinaus und zu Gott ermutigen. Möglichst viele Gemeindeglieder sollen sich einmischen und einsetzen, vor allem in den traditionellen Arbeitsfeldern wie: Gottesdienst, Seelsorge, Kinder- und Jugendarbeit, wobei Jugendliche verstärkt in die Gemeindearbeit einbezogen werden sollen.

Der Kreis der Menschen, die sich für die Gemeinde verantwortlich fühlen, soll ausgebaut und zu konstruktiver Kritik befähigt werden. Immer mehr Projekte sollen auch ohne Beteiligung von Pfarrern stattfinden können.

Glaube, Beziehungsfähigkeit und Kommunikation brauchen eine vertrauensvolle Atmosphäre, Toleranz und gegenseitige Achtung. Dabei ist darauf zu achten, dass Leitungsstrukturen in unserer Gemeinde Mitsprache nicht verhindern, sondern fördern, und dass ehrenamtliche Mitarbeiter die Wertschätzung für ihre Arbeit erhalten, die ihnen gebührt.

5. Ökumene

Unsere Gemeinde ist Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi und trägt mit ihr Verantwortung für die Welt.

Eph 4,3-6: Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

Weil wir im Glaubensbekenntnis die eine heilige, christliche Kirche bekennen, besteht unsere unerlässliche ökumenische Aufgabe darin, diese Einheit, die immer Gottes Gabe ist, sichtbar werden zu lassen. Wir wollen uns, insbesondere mit unserer katholischen Nachbargemeinde St. Bonifatius, um ein gemeinsames Verständnis der Heilsbotschaft Christi bemühen, Vorurteile abbauen, Selbstgenügsamkeit überwinden, die Begegnung miteinander suchen und füreinander da sein. Für diese ökumenische Zusammenarbeit wollen wir in unserer Gemeinde eine breitere Basis aufbauen.

Wir freuen uns, bereits seit vielen Jahren in gutem Kontakt zu der Ev. Kirchengemeinde Gusow-Platkow im Kirchenkreis Oderbruch in Brandenburg zu stehen und wollen diese Beziehung weiter pflegen.

Da sich unsere Gemeinde gemäß dem biblischen Auftrag in der Verantwortung für die Welt weiß, wollen wir auch weiterhin ökumenische Projekte weltweit unterstützen und Eine-Welt-Arbeit stärker zu unserem Anliegen machen.